Rückgang wildlebender Honigbienen in Europa [10.08.26]
Eine neue Studie aus unserem Netzwerk rückt die oft übersehenen wildlebenden Populationen der Westlichen Honigbiene in Europa in den Fokus.

© Universität Hohenheim / KomBioTa
Obwohl Honigbienen meist mit Imkerei und bewirtschafteten Völkern verbunden werden, machen freilebende Kolonien schätzungsweise noch rund ein Sechstel der europäischen Honigbienenpopulation aus. Anhand von Überlebensdaten aus sieben Ländern und unter Berücksichtigung von Schwärmen aus Imkereibetrieben wurde untersucht, wie sich diese Wildpopulationen entwickeln.
Die Ergebnisse sind alarmierend: In fünf der sieben untersuchten Länder gibt es weiterhin wildlebende Honigbienen, doch in den meisten Regionen können sich ihre Bestände ohne Zuwanderung aus gehaltenen Völkern nicht langfristig erhalten. Modellrechnungen weisen auf einen mittleren Rückgang von 56 Prozent innerhalb von zehn Jahren hin. Damit gilt die Honigbiene auf europäischer Ebene in freier Wildbahn als gefährdet. Die Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, wildlebende Honigbienen als eigenständige Wildtierpopulationen anzuerkennen, gezielt zu beobachten und zu schützen.
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